30/6/2026
Führungen: 17.00 Uhr
Konzert: 18.30 Uhr
»Bilder einer Ausstellung« im TintenTurm der hannoverschen Pelikanwerke
Konzert: Das Duo Farbton (Klavier und Marimba) spielt Stücke von Gershwin,
Eigenkompositionen und Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« in neuen Klangfarben
Führungen von Katrin Bohley-Zittlau, Birte Rogacki-Thiemann (beide NLD) und Wilfried Leuthold
Manche Konzerte versprechen eine ganz eigene Magie – besonders dann, wenn die
Künstler an den Ort zurückkehren, der sie persönlich und musikalisch tief geprägt hat.
Für das Duo Farbton ist dieser Abend ein hochemotionales Ereignis, das zwei Lebenswege in der Musikstadt zusammenführt. Während der Schlagwerker Sönke Schreiber als gebürtiger Hannoveraner hier seine ersten musikalischen Schritte machte, verbindet die Pianistin Elisaveta Ilina ihre prägenden Studienjahre mit der Metropole an der Leine.
Diese tiefe Verbundenheit verspricht eine Atmosphäre, die weit über ein gewöhnliches Konzert hinausgeht. Im Zentrum des Abends steht eine faszinierende Neuinterpretation von Modest Mussorgskys berühmtem Zyklus »Bilder einer Ausstellung«. In seinem ganz eigenen Arrangement verleiht das Duo diesem Meisterwerk eine völlig neue Dimension.
Es ist ein lebendiger Dialog, bei dem der Klang des Konzertflügels auf die warme Resonanz der Marimba und die gesamte orchestrale Vielfalt des Schlagwerks trifft.
Das imposante Instrumentarium auf der Bühne bietet dabei nicht nur ein spektakuläres Szenario, sondern bildet den Rahmen für ein leidenschaftliches Zusammenspiel, das die künstlerische Reife der beiden Musiker auf wunderbare Weise spürbar macht.
Bereits im ersten Teil des Konzerts lotet das Duo Farbton die feinen Facetten zwischen Tasten und Schlägeln aus, bevor Mussorgskys Werk in einer prächtigen Instrumentation den krönenden Abschluss findet.
Erleben Sie zwei Musiker, die mit Herzblut und einer ganz besonderen Vision dort auf
die Bühne treten, wo ihre Wurzeln liegen.
Treffpunkt für die Führungen ist um 17.00 Uhr vor dem Haupteingang, das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen und bitten um Anmeldung bis zum 26. Juni 2026 unter der Adresse NLD-Veranstaltungen@NLD.Niedersachsen.de. Die Platzzahl ist begrenzt! Bitte geben Sie auch an, ob Sie an den Führungen und/oder dem Konzert teilnehmen möchten.
Die TintenTurm im Pelikanviertel in Hannover
Die Pelikan-Fabrik geht zurück auf eine 1838 von dem Chemiker Carl Hornemann gegründete Farben- und Tintenfabrik. Anfang des 20. Jahrhunderts bezog sie ihren neuen Standort an der Podbielskistraße. Die zwischen 1904 und 1906 errichtete und bereits 1912 bis 1914 erweiterte Fabrikanlage der Pelikanwerke ist architektonisch vom Landhausstil beeinflusst. Neben den Produktionsstätten und Verwaltungsbauten gehören im Bereich Haupteinfahrt an der Podbielskistraße auch Eingangs- und Torbauten dazu, in denen teils auch Werkswohnungen untergebracht waren. Den Charakter der Baugruppe bestimmt der Kontrast zwischen den freisymmetrisch malerisch gestellten Nebengebäuden und den nördlich anschließenden großen Fabrikbauten. Nach der Verlagerung des Firmensitzes nach Vöhrum bei Peine 1973 sind die Altbauten ab 1992 nach dem preisgekrönten Entwurf von Dieter Neikes saniert und umgebaut worden. Heute sind überwiegend Büros und Wohnungen sowie ein Hotel im Pelikanviertel untergebracht, das einstige Heiz- und Maschinenhaus wurde zum Restaurant umgebaut, und seit 2017 ist die Pelikan Holding wieder mit Archiv und Museum im »Tintenturm« präsent, in dem sich der historische Festsaal befindet, der kunstvolle Jugendstil-Schnitzereien und Fliesen sowie 108 farbenprächtige Glasmosaikfenster von Adolf Hölzel aus dem Jahr 1932 beherbergt. Hier finden auch immer wieder verschiedene Kulturveranstaltungen statt.
Der TintenTurm im Pelikanviertel und seine Geschichte ist hier ausführlich beschrieben. Weitere Informationen finden Sie hier.
Hannover, TintenTurm im Pelikangelände, Fenster von Adolf Hölzel, 1932/33, Gebäudekomplex entstanden 1904–14 (Foto: B. Rogacki-Thiemann, NLD).