Gedenken zur Reichspogromnacht in der Braunschweiger Synagoge
Konzert: Eine konzertante Lesung von Dori Engel und Noam Sivan mit Vorträgen von Hila Meckier und Noam Sivan (Klavierimprovisationen); Texte von Hans Peter Richter, Manfred Franke, Paul Celan, Primo Levi, sowie die ferne Stimme des biblischen Propheten Jesaja
Führungen von Katrin Keßler (Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur) und Christina Krafczyk (NLD)
Die Synagoge in Braunschweig
Das Zentrum der jüdischen Gemeinde Braunschweigs ist ein Ort von besonderer geschichtlicher Bedeutung. 1875 wurden hier, inmitten der Altstadt, eine Synagoge und ein Gemeindehaus eingeweiht, entworfen vom Braunschweiger Architekten und Hochschulprofessor Constantin Uhde. Die Synagoge, ein bedeutender Bau des Historismus mit maurischen Elementen, zerstörten die Nationalsozialisten im Zuge der Reichspogromnacht 1938. An ihrer Stelle wurde ein Hochbunker gebaut. Das Gemeindehaus überstand die Zerstörung, hier gründete sich nach dem Holocaust die jüdische Gemeinde Braunschweigs neu. Seit 2006 feiert sie ihre Gottesdienste in einem modernen Synagogenbau im Innenhof, angrenzend an Bunker und Gemeindehaus. Hier finden neben den Gottesdiensten regelmäßig Feste, öffentliche Veranstaltungen und Konzerte statt.
Die Synagoge in Braunschweig und ihre Geschichte ist hier ausführlich beschrieben.
Braunschweig, Synagoge, Steinstraße 4, 2006, Nachfolgebau der 1938 zerstörten Neuen Synagoge des Architekten Constantin Uhde von 1875 (Foto: K. Keßler).