25/10/2026
Führungen: n.n.
Konzert: n.n.
Schallplattennachmittag zum 60. Jubiläum des Jazz Club Hannover-Linden
Führungen von Birte Rogacki-Thiemann und Frank Achhammer (NLD)
Mitmach-Aktion »Papierophon«
Der Jazz Club in Hannover-Linden
Das auf dem Lindener Berg nördlich des Wasserhochbehälters und Sternwarte gelegene ehemalige Berggasthaus stammt aus der Zeit nach 1876, vermutlich war es 1878 fertiggestellt. Es ersetzte das 1825 von Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) neben der Windmühle als Gaststätte und Aussichtspunkt errichtete „Lindener Berghaus“, das 1876 dem Neubau des Wasserreservoirs weichen musste. Ähnlich diesem besaß das neue Berggasthaus ursprünglich einen Dachreiter, der als Aussicht diente. 1913 schenkte der Bettfedernfabrikant August Werner (1845-1916) das Gebäude mit der an den Stadtfriedhof grenzenden großen Gartenfläche der Stadt Linden zur Nutzung als Jugendheim und Theater. Bereits 1957 wurde hier ein erster Jazz Club gegründet und 1960 der ehemalige Kohlenkeller vom sozialistischen Jugendverband für Konzerte umgebaut. Nach Auflösung des ersten Clubs wurde 1966 der bis heute bestehende Jazz Club Hannover gegründet. Schon kurz darauf fanden im Keller am Lindener Berg Konzerte mit weltweit bekannten Musikern statt. Die ersten Jahrzehnte des Bestehens sind eng mit Michael „Mike“ Gehrke (1943-2004) verbunden, der u.a. als hauptamtlicher Imagepfleger der Stadt einen großen Teil seines Engagements dem Club widmete. 1979 ernannte die Stadt New Orleans, „Wiege des Jazz“, den „Orange Club“, wie er aufgrund der Gestaltung des Kellers auch genannt wird, zu ihrem Ehrenbürger. Der Jazz Club ist nicht nur wesentlich mitverantwortlich, dass Hannover international einen Ruf als „Jazzmetropole“ genießt, sondern darüber hinaus auch für die 2014 erfolgte Aufnahme der Stadt in die Liste der „UNESCO Cities of Music“.
Der Jazz Club und seine Geschichte ist hier ausführlich beschrieben.
Hannover-Linden, Jazz Club, Architekt: unbekannt, um 1878 (Foto: F. Achhammer, NLD).