26/4/2026
Führungen: n.n.
Konzert: n.n.
Die Herrenhäuser Kirche wird zum RaumKLANG – KLANGRaum
Konzert: prolatio – ensemble neue musik hannover spielt ein begehbares Konzert
mit Werken von J.S. Bach, Wilhelm de Fesch, Gesangsstücken aus dem Barock und
der frühen Neuzeit
Führungen von Birte Rogacki-Thiemann und Frank Achhammer (NLD)
Die Herrenhäuser Kirche in Hannover
Das vormals „Höringhusen“ genannte Dorf wurde zunächst durch den Bau der Sommerresidenz der Welfen im 17. Jahrhundert und später bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch die Lage an der neuen Bahnstrecke ein beliebter Wohnort. 1891 wurde es nach Hannover eingemeindet. Der Bau einer neuen Kirche wurde vorwiegend von den Bewohnern des neuen Stadtteils selbst finanziert und mit dem Architekten Eberhard Hillebrand (1840-1924), einem bedeutenden Vertreter der neugotischen Hannoverschen Schule, ein prominenter Kirchenbaumeister beauftragt. Der in mittelalterlichen Formen gestaltete Zentralbau auf annähernd kreuzförmigem Grundriss ist mit grob bearbeiteten Sandsteinquadern verblendet. Markant ist der hohe schlanke Westturm mit vier markanten Helm-Gauben mit Uhrenziffernblättern sowie umlaufender Galerie zwischen Dach und Glockengeschoss. Die Kirche wurde zwischen 1903 und 1906 erbaut und ist eine der wenigen Kirchen im Stadtgebiet, die nur geringe Kriegsschäden davontrugen. So blieb im kreuzrippengewölbten Innenraum die bauzeitliche Ausstattung weitgehend erhalten, die historistischen Wandmalereien der Gebrüder Linnemann wurden 1986 rekonstruiert. Der nach Hildesheimer Vorbildern gestaltete Radleuchter wurde 1994 wiederhergestellt und am ursprünglichen Platz in der Mitte des Kirchenraums angebracht.
Die Herrenhäuser Kirche und ihre Geschichte ist hier ausführlich beschrieben.
Hannover, Herrenhäuser Kirche, Architekt: Eberhard Hillebrand, 1903–06 (Foto: L. Schmiegel).